Made from Wood – Nachhaltiger Holzbau

Das erfolgreiche Comeback von Häusern in Leichtbauweise hat im Kleingarten begonnen, als die ersten ganzjährig bewohnbaren Objekte gebaut wurden. Mittlerweile hat man den Holzbau als ökologisch nachhaltige Bauweise auch für den großvolumigen Wohnbau entdeckt.

Mit Jens Koch als RIGIPS Bereichsleiter gibt es einen absoluten Experten im Team, der sich seit Jahren mit der bauphysikalischen und brandschutztechnischen Optimierung von Holzbau beschäftigt. Oft fehlt es Planern und Behörden an aktuellstem Fachwissen.  Man geht davon aus, dass der Zimmerer als Experte über dieses verfügt und alle Fragen beantworten kann. Den Ausführenden empfiehlt Koch eine gute Aus- und Weiterbildung. Dadurch können diese sich die erforderliche Expertise für  fundierte Auskünfte und Umsetzung aneignen.

The long and winding road

Dass sich in Österreich der Holzbau im großvolumigen Wohnbau – im Gegensatz zum Beispiel zur Schweiz – nur langsam durchsetzt, liegt laut Koch an den tradierten und unflexiblen Prozessen der Projektentwicklung. Da der Großteil von Wohnbauprojekten über Genossenschaften umgesetzt wird und die Prozesse von Planung, Ausschreibung und Umsetzung eingefahren sind, kommen die Vorteile des Holzbaus schlichtweg zu kurz. Hier ist ein Umdenken sowohl vonseiten der Wohnbaugenossenschaften als auch seitens der politisch Verantwortlichen notwendig. Ausschreibungskriterien müssen geändert und der Blick der Entwickler für nachhaltiges Bauen geschärft werden.

Beispiel für modernen Holzbau
Ein gelungenes Beispiel für modernen Holzbau

Holzbau leicht und elegant

Koch begeistert sich für die Kombination aus Holzbau und Trockenbau. Und zwar nicht zuletzt deshalb, weil sich daraus großartige gestalterische Möglichkeiten ergeben. Die Ästhetik eines Holzbaus ist unbestritten. Will man allerdings großvolumig und kostengünstig bauen, so muss man zwangsläufig bei der Ästhetik Abstriche machen. Trotzdem sind ansprechende und inspirierende Lösungen möglich. Ein Vorherrschen von europaweit einheitlichen Anforderungen an die Funktionen der Bauteile würde keine Bauweise benachteiligen. Denn in diesem Fall zählt die Leistung der Bauteile im Hinblick auf Statik, Energieeffizienz und andere Beurteilungskriterien.

Ein optimistischer Ausblick

Jens Koch wünscht sich für die Holz- bzw. Leichtbauweise, dass am Ende des Tages nachhaltiges Bauen mit Holz die erste Wahl im Hochbau wird und dass es selbstverständlich ist, mit wenigen Ressourcen hochleistungsfähige Gebäude zu errichten.

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